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Stoßwellentherapie

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wird in der Orthopädie bei schmerzhaften Sehnen- und Muskelerkrankungen eingesetzt. Dabei wirken hochenergetische Schallwellen lokal in der behandelten Körperregion. „Extrakorporal“ bedeutet, dass die Stoßwellen außerhalb des Körpers erzeugt werden.

Unterschieden wird zwischen der fokussierten Stoßwelle (intensiver, zielgenauer, in die Tiefe) und der radialen Stoßwelle (energieärmer, flächig ausgerichtet).

In der Orthopädie wird die fokussierte Stoßwelle zum Beispiel bei Fersenschmerzen, Achillodynie (einer schmerzhaften Erkrankung der Achillessehne), Kalkschulter und Tennisarm eingesetzt. Vor allem bei einer sog. Fasciitis plantaris – einer schmerzhaften Entzündung der Sehnenplatte in der Fußsohle, die gerne bei Fersensporn auftritt – gilt eine Behandlung mit Stoßwellen als vielversprechend. Hier ist die Stoßwellentherapie inzwischen unter bestimmten Voraussetzungen keine IGe-Leistung mehr. Wenn die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind, wird eine dreimalige Stoßwellentherapie für den betroffenen Fuß von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt (die Schmerzen müssen über einen längeren Zeitraum die Alltags-Mobilität eingeschränkt haben; Schmerzmedikamente, Einlagen und Dehnungsübungen konnten nicht ausreichend Abhilfe schaffen).

Die eher flächig ausgerichtete radiale Stoßwelle schickt Druckwellen nahe der Körperoberfläche über den Körper und wirkt dadurch ähnlich wie eine Massage. Sie findet in der Physiotherapie häufig Anwendung zur Behandlung muskulärer Probleme wie Verspannungen, Verhärtungen, Verkürzungen und Zerrungen.

Die ESWT kommt auch bei verzögerter Heilung eines Knochenbruchs zum Einsatz, um die Knochenneubildung zu fördern.

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