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Komplexe Knieverletzung – Reha nach “Unhappy Triad”

Mit einer im wahrsten Sinne des Wortes “unglücklichen” Kombinationsverletzung endete Anfang des Jahres ein Drittliga-Fußballmatch für einen jungen Spieler, der der sich einen Innenband-, Innenmeniskus- und vorderen Kreuzbandriss (“Unhappy Triad”) zugezogen hatte. Nach zwei erfolgreich verlaufenen Operationen war das Ziel klar: Comeback in der nächsten Saison mit einem Knie, auf das sich der Spieler hundertprozentig verlassen kann.

Kombinationstherapie inklusive MEDIVID CRYO markiert Wendepunkt in der Reha

Den Behandlungsverlauf des betroffenen Fußballprofis schildert Dr. Ralph Kürschner, Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie, Sportmedizin, Chirotherapie im ORTHO ZENTRUM Hafencity-Hamburg.

Diagnose

Knieverletzung in Drittliga-Fußballspiel ohne Fremdeinwirkung:

  • Innenbandriss
  • Innenmeniskusriss
  • Riss des vorderen Kreuzbandes

Verbesserte Rehafähigkeit mit intensiver Cryotherapie

Unmittelbar nach zwei erfolgreich verlaufenen Operationen startete die ambulante Reha mit dem Ziel, dass der Spieler kommende Saison wieder voll einsatzfähig sein wird. Vier Wochen später waren ein Streckdefizit von 5 Grad und eine Beugung von 90° erreicht. Sonographisch waren eine deutlich subcutane Weichteilschwellung und Erguss zu sehen. Darüber hinaus bestand ein hoher myofaszialer Tonus im gesamten Bein. Eine Gesamtkonstellation, die den Sportler verunsicherte und aufgrund des Funktionsdefizites die Rehabilitation ausbremste. Zudem äußerte der Spieler, dass er seinem Bein noch nicht “vertraue”.

Es wurde begleitend zur laufenden Rehabilitation eine intensive Cryotherapie mit 4xtgl. Cryofluid (Medivid) veranlasst. Darüber hinaus erfolgte eine intensive Faszientherapie, Dry Needling der Beinmuskulatur, Wahrnehmungstraining sowie Koordinationstraining für die Quadrizepsmuskulatur. 

Innerhalb von 3 Wochen kam es mit der beschriebenen Therapie zu einer erheblichen Verbesserung der Beweglichkeit des operierten Kniegelenkes (Ext/Flex 0/0/140°). Die o.g. Kombinationstherapie führte zu einer deutlich verbesserten Funktion und sonographisch zeigte sich ein erheblicher Rückgang des Ergusses sowie der subcutanen Weichteilschwellung. Dies führt wiederum zu einer verbesserten Rehafähigkeit bzw. Trainierbarkeit und einer deutlich rascheren Rekonvaleszenz. 

Schnelle Fortschritte für baldiges Comeback

Der Athlet selbst war begeistert von den schnellen Fortschritten, da die Nutzung der Kühlflüssigkeit von Medivid zu einem extrem schnellen Rückgang der Schwellung führte, was gleichzeitig weniger Schmerzen und eine verbesserte Funktion zur Folge hatte. In Kombination mit den o.g. Therapiemaßnahmen war es der Wendepunkt in der Reha und es konnten von nun an weitere Trainingsreize, wie z.B. gezieltes neuromuskuläres Ansteuerungstraining begonnen werden. Mittlerweile steht der Spieler wieder kurz vor seinem Comeback in der 3. Liga. 

Dr. Ralph Kürschner, Mannschaftsarzt des Damen-Hockeyteams des HTHC, 1. Bundesliga

Dr. Ralph Kürschner ist Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie, Sportmedizin, Chirotherapie im Ortho Zentrum HafenCity, Hamburg. Er betreut als Mannschaftsarzt die 1. Damen-Mannschaft des Hockey-Bundeslegisten HTHC. Daneben ist er u.a. als Turnierarzt in der Euro Hockey League und beim ATP Tennisturnier am Rothenbaum tätig.