Lexikon

Übersicht

A

Achilles Tendinitis (Achillessehnenentzündung)

Bei der Achillessehnenentzündung (Achilles Tendinitis) handelt es sich um eine Entzündung des Gleit- und Sehnengewebes der Achillessehne. Eine Achillessehnenentzündung entsteht infolge von Fehl- oder Überlastungen und ist mit fortschreitende Dauer sehr schmerzhaft. Wird die Entzündung nicht ausreichend behandelt und auskuriert, kann diese chronisch werden. Hat sich die Achillessehne bereits degenerativ verändert (Verschleiß), kann ein Achillessehnenriss drohen. Bei der Behandlung einer Achillessehnenentzündung ist von mehreren Wochen auszugehen. Beim Auftreten von Achillessehnenschmerzen ist eine gründliche Diagnose wichtig, denn die individuellen Ursachen und eventuelle Begleiterkrankungen stellen unterschiedliche Anforderungen an eine nachhaltig wirksame Behandlung. Wichtig ist, die spezifische Belastung, die den Reizzustand hervorruft, zu reduzieren bzw. ganz zu pausieren. Kühlung ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie, um die Entzündung einzudämmen und den Schmerzen entgegen zu wirken. Physiotherapie hilft, die Muskulatur um die Achillessehne herum zu dehnen und zu stärken. Exzentrische Übungen, die regelmäßig und konsequent wiederholt werden, helfen der gereizten Achillessehne bei der Rehabilitation.

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Achillodynie

Achillodynie bezeichnet einen schmerzhaften Reizzustand der Achillessehne, der meist infolge einer längeren Fehl- oder Überbelastung entsteht. Dadurch treten bei Belastung Schmerzen im Bereich des hinteren Unterschenkels und der Ferse auf. Es ist wichtig, Achillessehnenbeschwerden möglichst frühzeitig zu begegnen, um einem Voranschreiten der Schädigung und damit einem Verschleiß der Sehne entgegenzuwirken. Bei jedem Schritt und jedem Sprung überträgt die Achillessehne die gesamte kinetische Energie des Abdruckvorgangs auf den Unterschenkel. Dabei entstehen Kräfte, die ein Mehrfaches des Körpergewichts bewegen. Dadurch kommt es bei intensiven Belastungen physiologisch zu minimalsten Mikrotraumata, welche normalerweise unbemerkt bleiben und gut von alleine heilen. Bei Über- und Fehlbelastungen kommt es jedoch zu einer stetigen Reizung, was die Heilung der Mikrotraumata behindert und zu Vernarbungen und Entzündungen führen kann. Befördert wird dies unter anderem durch Fehlstellungen des Sprunggelenks und des Fußgewölbes. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Achillessehnenabriss kommen. Sportler die Laufsportarten ausüben, sind besonders häufig betroffen. Unerlässlich für die Erholung der geschädigten Achillessehne ist Schonung. Wichtige Unterstützung bei der Behandlung der überlasteten Achillessehne erfolgt zudem mit konsequenter medizinischer Kühlung zur Bekämpfung der Entzündung und der Schmerzen. Weitere physiotherapeutische Maßnahmen wie exzentrische Dehnübungen, Gang- und Laufschulung sind wichtige Bausteine für eine erfolgreiche Therapie, die meist mindestens einen Zeitraum von 12 Wochen erfordert und damit ein großes Maß an Geduld und Disziplin abverlangt. Beim Auftreten von Achillessehnenschmerzen ist eine gründliche Diagnose wichtig. Die individuellen Ursachen und eventuelle Begleiterkrankungen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Behandlung.

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B

Bakerzyste

Die Bakerzyste wird auch Poplitealzyste genannt, da sie als flüssigkeitsgefüllte Auswölbung in der Kniekehle (fossa poplitea) auftritt. Zu der vermehrten Bildung von Gelenkflüssigkeit kommt es aufgrund von Reizung und Entzündung im Kniegelenk. In der Regel sind dafür typische Grunderkrankungen oder Verletzungen des Kniegelenkes ursächlich, beispielsweise Kniearthrose, Meniskusschäden, rheumatoide Arthritis, Schädigungen der Kreuzbänder und andere Verletzungen beziehungsweise Verschleißerscheinungen. Eine Bakerzyste tritt daher hauptsächlich im mittleren bis höheren Alter auf. In vielen Fällen ist eine Bakerzyste zunächst schmerzlos. Erst mit zunehmender Größe der Zyste treten in der Kniekehle Schmerzen sowie ein Spannungsgefühl auf und die Beweglichkeit des Knies kann eingeschränkt sein. Ist die Zyste mit sehr viel Flüssigkeit gefüllt, kann sie unter großem Druck platzen. Eine solche Ruptur kann zum Beispiel durch längeres Sitzen oder eine heftige Bewegung des Knies ausgelöst werden. Da die Flüssigkeit in das umliegende Gewebe dringt, kann es in der Folge einer rupturierten Bakerzyste zu Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen im Bereich des Knies und der Wade kommen. Die Therapie besteht in der Regel in Hochlagerung des betroffenen Beins, Kühlen der Kniekehle und der Wade sowie der Gabe von sogenannten nicht-steroidalen Antirheumatika. Bei einer Bakerzyste sind Schonung und Maßnahmen zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung gefragt. Neben Medikamenten ist konsequente Tiefenkühlung mit MEDIVID CRYO eine hervorragende Möglichkeit, die Schmerzen und Entzündung an den betroffenen Strukturen im Knie zu bekämpfen. Physiotherapie zur Kräftigung der Muskulatur rund um das Kniegelenk hilft zudem, die Reizsituation im Knie zu mindern. Unerlässlich ist es, ggf. die ursächliche Knieerkrankung zu diagnostizieren und zu behandeln.

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Bluterguss (Hämatom)

Ein Bluterguss (Hämatom) entsteht, wenn Blutgefäße verletzt werden und sich dadurch Blut im umliegenden Gewebe ansammelt (Einblutung). Stoß- oder Schlagverletzungen, Quetschungen und operative Eingriffe sind die häufigsten Ursachen. Unter der Haut liegende Hämatome zeigen sich äußerlich durch eine rot-bläuliche Verfärbung („blauer Fleck“). Tieferliegende Hämatome sind zwar von außen nicht sichtbar, machen sich aber durch Schmerzen bemerkbar, wenn die Einblutung auf das umliegende Gewebe drückt. Je mehr Blut aus den verletzten Gefäßen austritt, desto mehr kann die verletzte Region anschwellen. Je nach Lage und Ausmaß der Schwellung zeigen sich unterschiedlich starke Schmerzen, indem die Schwellung auf benachbarte Sehnen, Muskeln oder Knochenhaut drückt. Mit den richtigen Sofortmaßnahmen lässt sich ein Bluterguss eindämmen. Je schneller man nach Eintritt der Verletzung reagiert, desto besser. Für die Erstversorgung bei Verletzungen wie Prellungen, Verstauchung oder Quetschung gilt die PECH-Regel: Pause - Eis (als Synonym für adäquate Kühlung) - Compression - Hochlagern. Möglichst rasche Kühlung bekämpft nicht nur die akuten Schmerzen, sondern begrenzt den Blutaustritt ins Gewebe und damit auch die Schwellung sowie die damit später einhergehenden Schmerzen.

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Bursitis (Schleimbeutelentzündung)

Eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) entsteht meist an viel beanspruchten Gelenken wie Ellenbogen oder Knie. Hier wirken die mit Flüssigkeit gefüllten Schleimbeutel wie ein natürliches Polster. Überbeanspruchung kann zu Reizungen führen, die in einer Entzündung münden. Ein entzündeter Schleimbeutel kann aber auch die Folge einer Infektion oder Verletzung sein. Durch die Entzündung treten Schmerzen und eine Schwellung infolge von Flüssigkeitsansammlung auf. Oft sind Erwärmung und eine Rötung an der betroffenen Stelle festzustellen. So wenden Sie MEDIVID CRYO bei einem entzündeten Schleimbeutel an: Kühlen Sie mehrmals täglich, am besten 3-mal am Tag: morgens, mittags und abends. Ihre Mobilität wird dabei zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt. Das Therapieset reicht für mind. 15 Kälteanwendungen. Je nach Größe des zu kühlenden Areals und Bandagenlänge sind auch deutlich mehr Anwendungen möglich. Pro Anwendung werden Sie ca. 2 h Kühlung erleben, die in die Tiefe geht. Wenn Sie die Bandage abnehmen, spüren Sie eine intensive Nachkühlung.

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F

Faszien

Faszien sind Bindegewebestrukturen, die im ganzen Körper vorkommen. Sie umhüllen ebenso Organe wie Knochen, Nervenbahnen, Bänder und Muskeln und haben unter anderem eine stützende bzw. zusammenhaltende Funktion. Die Muskelfaszien umschließen einzelne Muskeln oder Muskelgruppen und gehen an den Muskelenden in die Sehne des Muskels über. Steife oder verhärtete Faszien können Schmerzzustände hervorrufen. Um solche schmerzhaften Veränderungen im Gewebe zu lösen, wird in der Physiotherapie mit Druckstimulation also Massagen gearbeitet. Für die Faszienmassage können auch sogenannte Faszienrollen aus Schaumstoff verwendet werden. Stress, Über- sowie Unterforderungen verdicken die Faszien. Die Folge ist, dass die Muskeln Entzündungsstoffe ausschütten und Bewegungsabläufe eingeschränkt werden. Regelmäßige Bewegung und Dehnübungen an den betroffenen Faszien verhindern das Verdicken.

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Fersenschmerzen

Fersenschmerzen sind typische Überlastungsbeschwerden am Fuß, die entstehen, wenn sich die Sehnen an der Fußsohle im Bereich der Ferse entzünden. Die sogenannte Fasciitis plantaris ist eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenplatte in der Fußsohle, die häufig im Zusammenhang mit Fersensporn auftritt. So wie auch bei anderen Sehnenbeschwerden wie etwa einer Achillessehnenentzündung eignet sich Kältetherapie zur Bekämpfung der Beschwerden. Auch die Behandlung mit Stoßwellen gilt als vielversprechend. Fersenprobleme sind oft ein langwierige Angelegenheit. Für die Behandlung der Beschwerden braucht es häufig viel Geduld. In jedem Fall gilt es, den betroffenen Fuß soweit wie möglich zu entlasten. Daneben ist es wichtig, den Ursachen der Überlastungsbeschwerden auf den Grund zu gehen. Häufig sind es muskuläre Ursachen (Verkürzung des Waden- oder Oberschenkelmuskels), Fehlstellungen, ein zu intensiver Trainingspaln, die falschen Schuhe oder Übergewicht, die Ursache des Problems sind oder dessen Entstehung zumindest begünstigt haben.

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Fersensporn

Fersensporn ist eine weit verbreitet Erscheinung, die häufig schmerzfrei und damit unbemerkt bleibt. Häufig werden die Beschwerden durch einen Fersensporn mit einer Plantarfasziitis (Entzündung der Plantarfaszie) gleichgesetzt oder verwechselt. Um Unterschied zu der Entzündung der Plantarfaszie handelt es sich beim Fersensporn aber um eine Verkalkung der Plantarfaszie an ihrem Ansatz am Fersenbein. Akut Betroffene klagen über stechende, fersennahe Schmerzen in der Fußsohle. Die Plantarfaszie ist eine große Sehnenplatte, die über die gesamte Fußsohle verläuft. Durch Fehl- oder Überlastungen beim Gehen können kleine Verletzungen an ihrem Ansatz am Fersenbein entstehen, die verkalken und so einen dornartigen Auswuchs bilden. Ein schmerzhafter Fersensporn entsteht durch langfriste Überanspruchung und die daraus resultierende mangelhafte Regeneration am überlasteten Sehnenansatz. Entlastung und Förderung der Regeneration spielen daher eine zentrale Rolle bei der Behandlung eines Fersensporns. Nordic Walking Stöcke verringern zum Beispiel die Krafteinwirkung auf die Ferse. Eine regelmäßige lokale Kältebehandlung bekämpft die Schmerzen, hemmt Entzündungsreaktionen und fördert die Regeneration nach Belastungen.

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H

Hämatom (Bluterguss)

Ein Hämatom ist ein Bluterguss. Es entsteht, wenn Blutgefäße verletzt werden und sich dadurch Blut im umliegenden Gewebe ansammelt (Einblutung). Stoß- oder Schlagverletzungen, Quetschungen und operative Eingriffe sind die häufigsten Ursachen. Unter der Haut liegende Hämatome zeigen sich äußerlich durch eine rot-bläuliche Verfärbung („blauer Fleck“). Tieferliegende Hämatome sind zwar von außen nicht sichtbar, machen sich aber durch Schmerzen bemerkbar, wenn die Einblutung auf das umliegende Gewebe drückt. Je mehr Blut aus den verletzten Gefäßen austritt, desto mehr kann die verletzte Region anschwellen. Je nach Lage und Ausmaß der Schwellung zeigen sich unterschiedlich starke Schmerzen, indem die Schwellung auf benachbarte Sehnen, Muskeln oder Knochenhaut drückt. Mit den richtigen Sofortmaßnahmen lässt sich ein Bluterguss eindämmen. Je schneller man nach Eintritt der Verletzung reagiert, desto besser. Für die Erstversorgung bei Verletzungen wie Prellungen, Verstauchung oder Quetschung gilt die PECH-Regel: Pause - Eis (als Synonym für adäquate Kühlung) - Compression - Hochlagern. Möglichst rasche Kühlung bekämpft nicht nur die akuten Schmerzen, sondern begrenzt den Blutaustritt ins Gewebe und damit auch die Schwellung sowie die damit später einhergehenden Schmerzen.

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I

IT-Band (Tractus iliotibialis)

Das IT-Band (kurz ITB) steht für die englische Bezeichnung „iliotibial band“. Gemeint ist der Tractus iliotibialis, eine breite Sehnenplatte am seitlichen Oberschenkel, die die Hüfte zur Seite hin stabilisiert. Die Bandstruktur hat ihren Ursprung am Becken und führt über das Hüftgelenk und die Knie-Außenseite bis zum Schienbein. Beim Tractus-iliotibialis-Syndrom (auch Iliotibiales Bandsyndrom oder kurz ITBS) treten überlastungsbedingte Knieschmerzen auf, die infolge einer Reizung des Tractus iliotibialis entstehen. Die Beschwerden treffen oft Langstreckenläufer, daher wird die Erkrankung auch Läuferknie gennant. Aber auch andere Aktivitäten wie Radfahrern, Bergsteigen oder Ruderern sind eine häufige Ursache.

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K

Kryotherapie (Kältetherapie)

Kryotherapie (abgeleitet vom griechischen "kryo" = "kalt') bezeichnet in der Medizin regelmäßig den gezielten lokalen Einsatz von Kälte zu therapeutischen Zwecken. Zu unterscheiden ist eine solche lokale Kälteanwendung von Ganzkörpertherapien, bei denen der gesamte Organismus eisigen Temperaturen ausgesetzt wird, zum Beispiel in Eisbädern oder - noch eisiger - in speziellen Kältekammern, in denen Temperaturen von etwa -110 °C herrschen. Die lokale Anwendung von Kälte spielt eine zentrale Rolle bei der Versorgung akuter Verletzungen wie Verstauchungen, Zerrungen, Prellungen, Muskelfaser- und Sehnenrissen, etc., bei denen nach dem sogenannten PECH-Schema vorgegangen wird. Durch die Kälte wird dem Anschwellen der verletzten Region entgegengewirkt. Außerdem bewirkt die Kälte eine deutliche Schmerzlinderung, indem für eine Abnahme der Nervenleitgeschwindigkeit gesorgt wird. Die Kryotherapie wird zudem bei Entzündungen wie Sehnenreizungen, Schleimbeutelentzündungen oder Arthrose (im aktivierten Zustand) angewandt, denn Kälte wirkt den entzündlichen Reaktionen entgegen. Nach Operationen ist die Kryotherapie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, insbesondere nach Gelenkoperationen. Auch hier muss wirksam gegen Schmerzen, Schwellung und die Ausbreitung entzündlicher Reaktionen angekämpft werden.

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L

Läuferknie (Tractus-iliotibialis-Syndrom)

Bei der Behandlung des Läuferknies (auch als "Reizknie" bezeichnet) ist es wichtig, nicht nur die Schmerzen und die zugrundeliegende Entzündung effektiv zu bekämpfen, sondern auch konsequent den Ursachen auf den Grund zu gehen. Häufig sind diese muskulärer Natur oder durch Fehlstellungen zu erklären. Aber auch ein zu intensiver Trainingspaln oder die falschen Laufschuhe können das Entstehen der Beschwerden verursachen oder zumindest begünstigen.

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M

Mikrotraumata (Mikroverletzungen, Mikrotraumen)

Mikrotraumata sind minimale Verletzungen, die bei intensiven Belastungen im beanspruchten Gewebe entstehen. Diese Mikroverletzungen bleiben normalerweise unbemerkt und heilen gut von alleine, sofern der Körper ausreichend Möglichkeit zur Regeneration erhält. Bei Über- oder Fehlbelastungen kommt es jedoch zu einer stetigen Überbeanspruchung, was die Heilung der Mikrotraumata behindert. Können die Mikroverletzungen nicht mehr ausheilen, führt dies zu Entzündungen und Vernarbungen. Zahlreiche Überlastungsbeschwerden an Muskeln, Sehnen und Bändern bis hin zum Ermüdungsbruch können die Folge sein. Fachgerechte Kühlung nach körperlicher Belastung (sog. Post-Cooling) unterstützt die Regeneration des Muskelgewebes. Kleine Schäden und entzündliche Reaktionen können so schneller heilen. Indem Mikroverletzungen behandelt werden, ehe aus ihnen ein ernsteres Problem erwächst, werden ungewollte Trainings- und Wettkampfpausen verhindert.

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Morbus Osgood-Schlatter („Rugby Knie“)

Morbus Osgood-Schlatter ist die häufigste Knieerkrankung bei Jugendlichen, wobei Jungen deutlich häufiger betroffen sind als Mädchen. Der Name der Krankheit (lateinisch „Morbus“) leitet sich von den beiden Chirurgen Robert Osgood und Carl Schlatter ab, die die Erkrankung erstmals beschrieben haben. Es handelt sich um eine schmerzhafte Reizung des Ansatzes der Patellasehne, die man auch Kniescheibensehne nennt. Dadurch entstehen Knieschmerzen am vorderen Schienbeinkopf, dort wo die Patellasehne am Schienbein ansetzt. Morbus Osgood-Schlatter trifft häufig - aber nicht nur - sportlich sehr aktive Kinder und Jugendliche. Bei Kindern und Jugendlichen ist der knöcherne Sehnenansatz unter dem Knie weniger belastbar. Gleichzeitig erfolgt in diesem Alter häufig durch intensive Ausübung von Sport oder mitunter auch durch hohes Körpergewicht eine starke Belastung. Dieses Ungleichgewicht aus verminderter Belastbarkeit bei gleichzeitig erhöhter Belastung ist die Ursache der schmerzhaften Kniebeschwerden. Neben Überlastung können auch trainingsbedingte Mikroverletzungen die entzündlichen Reaktionen am Sehnenansatz fördern. Anzeichen für einen Morbus Osgood-Schlatter können Knieschmerzen nach dem Sport oder sonstiger körperlicher Belastung sein, die an dem Übergang von der Kniescheibe zum Schienbein auftreten. Das Hinknien bereitet Schmerzen. Der betreffende Bereich des Knies kann zudem anschwellen. Zu den wichtigsten Therapiemaßnahmen gehören Schonung und Kühlung.

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P

Patellaluxation (ausgerenkte Kniescheibe)

Bei einer Patellaluxation springt die Kniescheibe (Patella) aus ihrer Führung. Begleitend zu solch einem Ausrenken der Kniescheibe kommt es häufig zu Verletzungen an Bändern, Knochen und Knorpelgewebe im Kniegelenk. Ist die Kniescheibe schon einmal rausgesprungen, erhöht das die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Luxation, denn eine Verletzung der um die Kniescheibe liegenden Strukturen macht das Gelenk instabiler. Es ist es wichtig, im Fall einer Patellaluxation das Knie als erstes ruhig zu stellen und bis zur Untersuchung durch einen Arzt nicht zu belasten. Auch wenn sich die Kniescheibe bereits wieder in ihre Ursprungsstellung zurück bewegt hat, sollte wegen der Gefahr von Begleitverletzungen in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Häufig entsteht im Zuge der Verrenkung ein schmerzhafter Bluterguss im Gelenk. Bei einem solchen Kniegelenkserguß hilft gegen die Schwellung und die Schmerzen neben dem Ruhigstellen eine möglichst frühzeitig und richtig angewandte Kühlung. Das Problem bei Eis, Eisspray, Kühlpacks u.ä. ist die zu starke, direkte Kälte. Dadurch können Schäden an der Haut (sog. Kälteverbrennungen) entstehen. Deshalb dürfen Anwendungen wie Eisauflagen nur für kurze Kühlintervalle (max. 20 Minuten), nie direkt auf der Haut und höchstens 3 x am Tag zum Einsatz kommen. Zu intensive, schockartige Kühlung führt zudem zu einer sog. reaktiven Hyperämie. Das heißt, der Körper arbeitet von innen mit Wärme gegen die von außen angewendete Kälte. Es findet kurzzeitig eine starke oberflächliche Kühlung statt, aber die Kälte schafft es nicht, tieferliegende Strukturen zu erreichen. Sie gelangt also nicht dorthin, wo sie gebraucht wird. Da diese Probleme bei der Kühlung mit MEDIVID CRYO nicht auftreten, kann mit Kühlbandagen von Medivid konstant und langanhaltend in die Tiefe gekühlt werden, um Schmerzen und Schwellungen konsequent zu bekämpfen.

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PECH-Regel

Die sogenannte PECH-Regel (engl. RICE Protocol) gilt für die Erstversorgung bei stumpfen Verletzungen wie Verstauchung, Zerrung, Muskelfaserriss, Prellung oder Quetschung. Die Abkürzung "PECH" steht für Pause Eis (also Kühlung) Compression Hochlagern. Im Englischen wird die Abkürzung "RICE" verwendet stellvertretend für Rest, Ice, Compression, Elevation. Das PECH-Schema (engl. RICE Protocol) erklärt, was bei der Erstversorgung einer stumpfen Verletzung wie Verstauchung, Bänderdehnung/Bänderriss, Zerrung, Muskelfaserriss, Prellung oder Quetschung unbedingt geboten ist. Ziel der Maßnahmen ist es, Schmerzen zu lindern und Schwellungen bzw. Einblutungen ins Gewebe entgegenzuwirken. Je schneller mit den Maßnahmen unmittelbar nach Eintritt der Verletzung begonnen wird, desto besser. Jede Minute ohne fachgerechte Erstversorgung verlängert die Zeit der Rehabilitation. Hämatome (blaue Flecken), Schwellungen und Schmerzen fallen deutlich geringer aus oder können sogar ganz vermieden werden, wenn bei einer stumpfen Verletzung sofort nach dem PECH-Schema gehandelt wird.

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Plantarfaszie

Die Plantarfaszie ist eine Sehnenplatte an der Fußsohle. Sie verläuft längs und quer vom Fersenbein bis zu den vorderen Enden der Mittelfußknochen. Durch Fehl- oder Überlastungen beim Gehen können kleine Verletzungen an ihrem Ansatz am Fersenbein entstehen, die verkalken und so einen dornartigen Auswuchs bilden (Fersensporn). Häufig ist auch eine Entzündung der Plantarfaszie an ihrem Ansatz am Fersenbein (Plantarfasziitis). Akut Betroffene klagen über stechende, fersennahe Schmerzen in der Fußsohle.

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Plantarfasziitis

Bei der Plantarfasziitis handelt es sich um eine Entzündung der großen Sehnenplatte in der Fußsohle, der sog. Plantarfaszie.

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R

Reaktive Hyperämie

Unter einer reaktiven Hyperämie versteht man eine deutliche Erhöhung der Durchblutung von Körperregionen als Reaktion auf eine vor­ü­ber­gehen­de Dros­se­lung der Blut­versorgung. Dieser Effekt wird beispielsweise provoziert durch schockartige Kältezufuhr mittels Eispray oder Eisauflagen. Mit dem vermehrten Blutfluss wird Wärme in den kurzzeitig extrem gekühlten Bereich gepumpt. Bei der Kneipp-The­rapie und anderen Kälteanwendungen wie der bekannten Eistonne wird dieser Effekt bewusst genutzt, um im Anschluss an die Kältezufuhr die Durchblutung anzuregen und im Wechsel zur Kaltanwendung ein wohliges Wärmegefühl zu erzeugen.

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S

Stoßwellentherapie

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wird in der Orthopädie bei schmerzhaften Sehnen- und Muskelerkrankungen eingesetzt. Dabei wirken hochenergetische Schallwellen lokal in der behandelten Körperregion. „Extrakorporal“ bedeutet, dass die Stoßwellen außerhalb des Körpers erzeugt werden. Unterschieden wird zwischen der fokussierten Stoßwelle (intensiver, zielgenauer, in die Tiefe) und der radialen Stoßwelle (energieärmer, flächig ausgerichtet). In der Orthopädie wird die fokussierte Stoßwelle zum Beispiel bei Fersenschmerzen, Achillodynie (einer schmerzhaften Erkrankung der Achillessehne), Kalkschulter und Tennisarm eingesetzt. Vor allem bei einer sog. Fasciitis plantaris - einer schmerzhaften Entzündung der Sehnenplatte in der Fußsohle, die gerne bei Fersensporn auftritt - gilt eine Behandlung mit Stoßwellen als vielversprechend. Hier ist die Stoßwellentherapie inzwischen unter bestimmten Voraussetzungen keine IGe-Leistung mehr. Wenn die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind, wird eine dreimalige Stoßwellentherapie für den betroffenen Fuß von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt (die Schmerzen müssen über einen längeren Zeitraum die Alltags-Mobilität eingeschränkt haben; Schmerzmedikamente, Einlagen und Dehnungsübungen konnten nicht ausreichend Abhilfe schaffen). Die eher flächig ausgerichtete radiale Stoßwelle schickt Druckwellen nahe der Körperoberfläche über den Körper und wirkt dadurch ähnlich wie eine Massage. Sie findet in der Physiotherapie häufig Anwendung zur Behandlung muskulärer Probleme wie Verspannungen, Verhärtungen, Verkürzungen und Zerrungen. Die ESWT kommt auch bei verzögerter Heilung eines Knochenbruchs zum Einsatz, um die Knochenneubildung zu fördern.

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T

Tractus-iliotibialis-Syndrom (Läuferknie)

Der Tractus iliotibialis (kurz auch "IT-Band" genannt) verläuft an der Außenseite des Oberschenkels zum Knie. Dort führt eine anhaltende Fehl- bzw. Überlastung zu den unter Läufern bekannten äußeren Knieschmerzen. Bei der Behandlung des Reizzustandes im Knie ist es wichtig, nicht nur die Schmerzen und die zugrundeliegende Entzündung effektiv zu bekämpfen, sondern auch konsequent den Ursachen auf den Grund zu gehen. Häufig sind diese muskulärer Natur oder durch Fehlstellungen zu erklären. Aber auch ein zu intensiver Trainingspaln oder die falschen Laufschuhe können das Entstehen der Beschwerden verursachen oder zumindest begünstigen.

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MEDIVID CRYO Set zum Kühlen von Sehnen, Bändern, Gelenken, Muskeln, Verletzungen, Schmerzen, Entzündung, Schwellung

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