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Kombinationstherapie: Stoßwelle + MEDIVID CRYO = Ideale Einheit

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) mit flankierender MEDIVID CRYO Kältetherapie bilden eine hervorragende Therapieeinheit, um eine Vielzahl an Verletzungen effizient und nachhaltig zu behandeln. 

Anwendungsbeispiele

Aus der orthopädischen und physiotherapeutischen Praxis kennen wir zahlreiche Anwendungsbeispiele, darunter

  • Bandverletzungen
  • Sehnenverletzungen
  • Muskelverletzungen
  • Frakturen
  • Fersensporn
  • Knochenödeme
  • Enthesiopathien

Behandlungsschema

Behandlungsschema bei Außenbandruptur des Sprunggelenkes: rESWT in Kombination mit einer MEDIVID CRYO Kältetherapie

Am Beispiel einer Außenbandverletzung des Sprunggelenkes lässt sich ein erprobtes Behandlungsschema zeigen.

Anamnese:

Bei einem Punktspiel bekam der Spieler einen Tritt auf den Malleolus medialis rechts, in dessen Folge er ein Supinationstrauma erlitt.

Diagnose:

Ruptur des Ligg. fibulotalare anterius und fibulocalcaneare mit geringem Begleiterguss im oberen Sprunggelenk und geringem Bone bruise im medialen Taluskörper und in der dorsomedialen und dorsolateralen Tibiaepiphyse.

Behandlung:

Der Spieler wurde initial auf dem Platz nach dem PECH – Schema behandelt. Das weitere Mosaik der Akutbehandlung bestand aus einer oralen Schmerzmedikation bei Bedarf, einer schmerzbedingten Entlastung und MEDIVID CRYO Verbänden mindestens 3 bis 5 mal täglich.

Ab Tag 3 nach dem Verletzungsereignis wurde eine OSG-Orthese mit Kompressionsbestandteil, Seitenstabilisation und Zügel zur Reduktion des Talusvorschubes getragen. Gleichzeitig begann die radiale Stoßwellentherapie (rESWT) nach folgendem Schema:

Aufsatz 36mm, Frequenz 25Hz, Umfang 8000 Impulse, Druck 2 Bar, Applikation flächig auf die laterale Malleolusregion bis etwa zum unteren Unterschenkeldrittel und dem ventralen Sprunggelenksareal mit dem Ziel der Schmerzlinderung und der Ödemresorption.

Der Spieler war nach der ersten rESWT schmerzfrei, daher konnte bereits mit Oberkörper- und Rumpftraining begonnen werden. Bis zum 5. Tag post Trauma behandelten wir täglich nach o.a. rESWT und MEDIVID CRYO – Schema.

Nach der 3. Stoßwellenbehandlung war das Sprunggelenk bereits völlig abgeschwollen und eine Vollbelastung möglich. Zwischen dem 6. und 18. Tag wurden 3 x wöchentlich radiale Stoßwellen nach folgenden Schemata appliziert:

Aufsatz 20mm, Frequenz 25 Hz, Umfang 8000 Impulse auf beide Rupturstellen. Den Druck steigerten wir hier im Verlauf von 1,5 Bar auf 3,2 Bar. Im Anschluss erfolgte jeweils die Anlage eines MEDIVID CRYO Verbandes

Bereits ab Tag 6 post Trauma wurde mit einer geringen, linearen Belastung zur Kollagenausrichtung begonnen und ab Tag 10 mit einfachen Stabilisationsübungen für das Sprunggelenk. Seit dem 12. Tag fanden die ersten Laufeinheiten mit dosierten Sprungübungen unter Volltape um das Sprunggelenk in Abhängigkeit der bis dahin erreichten RTA-Stufe (return to activity) statt. 18 Tage nach der Verletzung wurden dem Spieler nach bestandenem RTS-Test (return to sports) Ballarbeit, Sprinttraining und seitliche Bewegungsfolgen mit angelegtem Tapeverband erlaubt.

Die rESWT und MEDIVID CRYO Therapie über der Verletzungsstelle lief begleitend nach folgendem Schema weiter:

Aufsatz 20mm, Frequenz 25 Hz, Umfang 8000 Impulse auf beide Rupturstellen, 3,5 Bar.

Im Rahmen des weiteren Belastungsaufbaus wurde der Athlet vor Beendigung der 4. posttraumatischen Woche in allen Bereichen (Ball-, Laufarbeit, Sprünge und ersten Passformen) ans Mannschaftstraining herangeführt. Mit bestandenem RTC-Test (return to competition) am 24. Tag post Trauma wurde dem Spieler die uneingeschränkte Teilnahme am Mannschaftstraining unter Volltape erlaubt. Er erhielt seine RTP- Freigabe (return to play) am 28. Tag post Trauma und absolvierte sein erstes Punktspiel 31 Tage nach der Verletzung.

Für weitere 2 Wochen wurde nach folgendem rESWT Schema behandelt:

Aufsatz 20mm, Frequenz 25 Hz, Umfang 6000 Impulse flächig auf die laterale Malleolusumgebung, 4 Bar und mit dem Ziel, die völlige Ausheilung, die Stabilität des Bandapparates und die Resorption des Knochenmarködems  i.S. der Sekundärprophylaxe zu unterstützen.

Fazit:

Der Einsatz der rESWT in Kombination mit einer frühzeitigen MEDIVID CRYO Kältetherapie bilden eine hervorragende Therapieeinheit, um Verletzungen am Außenbandapparat des Sprunggelenks effizient und vor allem nachhaltig zu behandeln. Insbesondere konnte nach diesem Behandlungsschema die verletzungsbedingte Ausfallzeit für den Spieler erheblich minimiert werden.

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