Lebenstraum erfĂŒllt: Ironman Hawaii 2022

Extreme Bedingungen fĂŒr Kopf und Körper

„Es ist heiß, die Luft ist extrem feucht und schwĂŒl, ich bin gerade erst los gelaufen – mir ist schwindelig, ich komme schon jetzt nicht in den Tritt- ich glaub, ich setz mich in die Gosse und gebÂŽ auf.“ Mit der Qualifikation zum Ironman Hawaii hat sich die Hamburgerin Birgit Wessel, 51 Jahre, einen Lebenstraum erfĂŒllt. Er gilt als der hĂ€rteste Triathlon der Welt. Birgit startet in die dritte Disziplin den Marathon (42,195 km), als sie das GefĂŒhl bekommt, ihre Grenzen erreicht zu haben. Aber aufgeben ist keine Option.

Hinter ihr liegen 2,4 Meilen (3,86 km) Schwimmen, ihre Lieblingsdisziplin. Doch hier im Pazifik schwimmt die Angst mit, Birgit fĂŒrchtet sich vor Haien. Keiner konnte ihr vor dem Rennen glaubhaft versichern, dass es Haie hier nicht gibt. „Ich atme immer rechts, auf dem RĂŒckweg hatte ich damit die KĂŒste und nicht das offene Meer im Blick, das fĂŒhlte sich deutlich besser an.“ kommentiert die Hamburgerin.

Nach dem Schwimmen geht es aufÂŽ s Rad. Auf 180 km fĂŒhrt die Strecke durch die LavawĂŒste von Big Island, dabei sind 1772 Höhenmeter zu ĂŒberwinden. Nach dem grĂ¶ĂŸten Anstieg am Wendepunkt in Hawi kĂ€mpft Birgit mit Seiten- und Gegenwind. „Das war hart: Mein Körper geriet ins Defizit, wieder war ich mit meiner Angst beschĂ€ftigt. Ich musste kĂŒhlen, hatte keine Ahnung, wie viel ausreichen wĂŒrden.“

 

 

Schon auf dem Rad hatte sie „zu viel Körner gelassen“ und sich von ihren eigentlichen Zielen verabschiedet. „Ich sah meine Mitfahrerinnen an mir vorbei ziehen und konnte mir ausrechnen, jetzt bist du unter den ersten zwanzig, jetzt unter den ersten dreißig 
 Bald war es nicht mehr so wichtig, meine Sorge galt dem Dehydrieren. Die heiße, schwĂŒle Luft bin ich nicht gewohnt, und ich hatte vielleicht vorher zu wenig Zeit auf Hawaii, um zu erfahren, wie mein Körper auf das Klima reagiert.“  

Neue Kraft und Motivation

Als der Schwindel stĂ€rker wird, entscheidet sich Birgit schon bei Kilometer 3 Cola zu trinken. Ihre Nahrungs- und FlĂŒssigkeitsaufnahmen sind mit dem Trainer akribisch geplant. Cola war eigentlich fĂŒr Kilometer 8 vorgesehen. Damit ging es ihr besser. Sie bekam neue Kraft und Motivation. Sie ist mit einer gewissen Gelassenheit von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation gelaufen, dort hat sie den Kopf in Eistonnen gehalten, hat gehend möglichst viel getrunken und ist wieder weiter gelaufen.

 

Am Tag des Rennens entschied der Kopf

RĂŒckblickend gewinnt Birgit Klarheit: „Ich hatte wahrscheinlich die Tage vor dem Rennen vor lauter Aufregung und tollen Erlebnissen zu wenig gegessen, war wĂ€hrend des Wettkampfs zu wenig fokussiert auf meine Leistung, zu sehr beschĂ€ftigt mit Ängsten und Sorgen. Am Ende habe ich (leider) nicht mal mehr auf die Uhr geschaut. Der Kopf entscheidet das Rennen. Meine mentale StĂ€rke blieb auf der Strecke, meine Goals wurden ĂŒber Bord geworfen, ich habe auf „Ankommen geschaltet“.

Trotz harter Bedingungen lĂ€uft Birgit nach 12 Stunden und 4 Minuten ins Ziel – ĂŒberglĂŒcklich, es geschafft zu haben, aber mit ihrer Zeit hadernd.

 

Support allerorten

Zu Hause in Hamburg und an vielen anderen Orten verfolgen Freunde und Familie Birgits Rennen im Chat. Mit Kommentaren und Fotos dokumentiert ihr Mann Philipp den gesamten Wettkampf. Aufmunternde Worte und jede Menge Emojis feuern Birgit an. Als sie den Marathonlauf beginnt, gehen die meisten schlafen. Als sie aufwachen, lĂ€uft Birgit noch immer. Den stĂ€rksten Support bekommt sie von ihrer Familie vor Ort. Philipp, Töchter Nike und Karla und Sohn Erik stehen immer wieder an ĂŒberraschend vielen Orten und geben die beste Motivation.

 

 

Belohnt wird Birgit mit Platz 45, sehr vielen herzlichen GlĂŒckwĂŒnschen vor Ort und im Chat und einer besonderen Medaille. Insgesamt starteten auf Hawaii 157 Frauen in ihrer Altersklasse – „alles tolle, starke Frauen“, wie Birgit findet. Zum diesjĂ€hrigen Ironman wurden Frauen und MĂ€nner im Wettkampf erstmalig getrennt – im Sinne der Gleichberechtigung. Doch ganz bis zum Ende reicht die Idee nicht. Birgit wird wie alle, die ĂŒber die Ziellinie laufen, gefeiert mit den Worten „You are an Ironman!“

Sportlerinnen wie Birgit begeistern und inspirieren uns. Birgits Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und unbĂ€ndige Freude am Sport sind das, was wir lieben und mit Medivid unterstĂŒtzen möchten. CONGRATULATIONS, IRONWOMAN!

Triathletin Birgit Wessel Ironman Hamburg 2021 Disziplin Laufen

Birgits Medivid-Steckbrief

MEDIVID CRYO nutzt Birgit gern und regelmĂ€ĂŸig zu Regeneration nach WettkĂ€mpfen oder harten Trainings.

„Medivid Cryo habe ich durch meine chronisch gereizte Achillessehne kennengelernt. Ich nutze die KĂŒhl-Bandage, um meine Achillessehne abends nach dem Training zu kĂŒhlen.”

MEDIVID CRYO Set zum KĂŒhlen von Sehnen, BĂ€ndern, Gelenken, Muskeln, Verletzungen, Schmerzen, EntzĂŒndung, Schwellung

Zum Newsletter anmelden und 🎁 10 % Rabatt fĂŒr deinen nĂ€chsten Einkauf bei uns sichern.